Verleihung des Gertrud-Böhnke-Förderpreis

Foto: Henrik Bode, BZ/Peiner Nachrichten PEINE (as) Beim Jugendring für Stadt und Kreis Peine gingen zehn Vorschläge für die Vergabe des Gertrud-Böhnke-Förderpreises ein. Drei davon wurden als preiswürdig erachtet. 500 Mark bekommt die Arbeitsgemeinschaft der Hauptschule Lessingschule. Jugendliche der 7. Klasse besuchen regelmäßig Senioren, die im Sozialkonzept Charlottenhof leben.

Dazu der Lehrer Peter Baumeister: "Wir haben 1996 damit begonnen, seit 1997 besteht nun die Arbeitsgemeinschaft, die inzwischen mehr als 20 Jugendliche umfasst." Neben gemeinschaftlichem Spielen, Basteln und Musizieren tauschen sich die beiden Generationen über ihre Lebensläufe aus.

Gemeimsam wird über die Schule gesprochen, wie sie der von den Senioren wahrgenommen wurde und heute von den Schülern erlebt wird. Jennifer, eine der Jugendlichen, hat durch diese Besuche bereits ihr Berufsziel vor Augen: "Ich möchte einmal Altenpflegerin werden und hier gerne ein Praktikum machen." "Durch diese Kontakte", so eine Therapeutin der Wohneinrichtung, "wird das Sozialverhalten auf beiden Seiten gefördert."

Foto: Isabell Massel, PAZ Lothar Veit erhielt einen Preis in Höhe von 100 Mark. Er ist 28 Jahre alt und engagierte sich bereits in jungen Jahren in der Kirchengemeinde Gadenstedt. Er schloss sich dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder an und arbeitete dort mehrere Jahre als Gruppenleiter. Seiner Neugier an Gesamtzusammenhängen der Evangelischen Jugend und Kirche hatte er später die Delegation in die Landesjugendkammer, das Parlament der Evangelischen Jugend in der Landeskirche, zu verdanken. Seit 1999 ist er Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenkreis Peine. Seit knapp zwei Jahren ist Veit Vorsitzender der Landesjugendkammer und repräsentiert rund 8.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Seit einem Jahr ist er außerdem stellvertretender Jugenddelegierter in der EKD-Synode. Im Bereich der Erwachsenenkirche ist der Gadenstedter Mitglied im Kirchenvorstand seiner Gemeinde.

Ein weiterer Preis ging an die 25-jährige Yvonne Herrmann. Sie erhielt ebenfalls 100 Mark für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich der Sportjugend, in der sie bereits seit acht Jahren aktiv ist und jahrelang ihren Lebensgefährten in der Vorstandsarbeit unterstützt hat. Im April wurde sie selbst in den Vorstand der Sportjugend gewählt und ist dort für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. "Ich habe die Sportassistentenausbildung mit eingeführt" erzählt die engagierte Erzieherin, die zudem Ferienfreizeiten betreut.

Gertrud Böhnke, die nach dem Krieg den Jugendring mitbegründete, hatte im vergangenen Jahr dem Jugendring 23.000 Mark gespendet. Aus den Zinserträgen wird der Gertrud-Böhnke-Förderpreis finanziert: "Ich bin dankbar, dass ich so lange Zeit für junge Menschen und andere tätig sein darf" sagt die gebürtige Peinerin, die in der Vergangenheit bereits mehrmals verschiedenen Institutionen in Peine größere Beträge gespendet hatte.

(erschienen in der Peiner Allgemeine Zeitung am 1. Dezember 2001)

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